Blick von Südwest

Ulrike Taege

Rendsburg lässt Geschichte lebendig werden: Zwischen historischen Bürgerhäusern, der Synagoge, der mittelalterlichen Marienkirche sowie den Gebäuden des im 17. Jahrhundert angelegten Stadtteils Neuwerk erleben Besucher schleswig-holsteinische Geschichte hautnah. Besonders lohnenswert ist ein Besuch der Christkirche. 

Die Geschichte der Christkirche beginnt Ende des 17. Jahrhunderts, als Rendsburg zu einer wichtigen Festung des dänischen Gesamtstaates ausgebaut wurde. Der dänische König, zugleich Herzog von Schleswig und Holstein, ließ südlich der Altstadt den neuen Stadtteil Neuwerk errichten. Dort lebten Soldaten, Offiziere, Handwerker, Händler und ihre Familien. 
Für die wachsende Bevölkerung brauchte es eine Kirche, die Garnisons- und Pfarrkirche in einem war.

Viele Menschen wirkten am Kirchenbau mit: Vom dänischen König über den Festungskommandanten Andreas von Fuchs sowie die Kirchenverantwortlichen bis hin zu Architekten, Baumeistern und Handwerkern. Innerhalb von nur fünf Jahren entstand ein Bauwerk, das bis heute begeistert. 

Tritt ein, die Kirche ist offen!

Blick in den Kirchenraum nach Osten.

Ulrike Taege

Das Team der Offenen Kirche der Christkirche heißt Sie herzlich willkommen!

Hinter den schlichten Backsteinmauern öffnet sich ein überraschend weiter, lichtdurchfluteter Raum.
Die Kirche hat den Grundriss eines gleichschenkligen Kreuzes - das sogenannte “griechische” Kreuz. Der Innenraum dehnt sich also nach allen vier Seiten gleichmäßig aus. 
Über die vier Arme des Kreuzes spannt sich ein schlichtes Tonnengewölbe mit dekorativen braunen und goldenen Akanthusranken. Die Holzbretter, aus denen das Gewölbe gebaut wurde, sind deutlich zu sehen. 

Die Ausstattung entstand entweder während der Erbauungszeit oder kurz darauf. Es ist ein seltener Glücksfall, dass Architektur und Ausstattung zeitlich so eng miteinander verbunden sind. Sie erleben den Raum also, wie ihn die Erbauer und die zeitgenössischen Gottesdienstbesucher gedacht, gestaltet und erfahren haben. Es fühlt sich an wie eine Zeitreise ins beginnende 18. Jahrhundert. Bei Restaurierungen und Umgestaltungen im 20. Jahrhundert wurde dieses ursprüngliche bauzeitliche Ensemble bewahrt.

Die Kirche ist von Mai bis Oktober regelmäßig geöffnet. Ein Team von ehrenamtlich engagierten und begeisterten Menschen ist mit Auskünften, Wissenswertem und Anekdoten rund um die Kirche und ihrer Geschichte gern für Sie da.
Hier erfahren Sie die genauen Öffnungszeiten Offene Christkirche | Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rendsburg

 

Blick auf das Gestühl.

Ulrike Taege

Die Christkirche entstand auf Anordnung des dänischen Königs zwischen 1695 und 1700. Die ausführenden Baumeister orientierten sich an der Holmenskirche in Kopenhagen, die damals ebenfalls als Garnisons- und Gemeindekirche genutzt wurde.

Die Kirche verfügt rundum über Emporen, die fast alle von der Gemeinde für Sitzplätze genutzt wurden. Zusammen mit den Bänken im unteren Kirchenraum bot sie Platz für beeindruckende 2.000 Gottesdienstbesucher. Diese hohe Zahl wirkt aus heutiger Sicht nahezu unvorstellbar. Im 17. und 18. Jahrhundert gehörten der christliche Glaube, der regelmäßige Gottesdienst- und Abendmahlsbesuch sowie Gebet und Beichte jedoch fest zum Alltag der Menschen. In der Kirche fanden die von ständigen Kriegen, Armut, Hunger und Krankheit bedrohten Menschen Trost und Hoffnung auf die Gnade Gottes. 

Heute ist die Christkirche nicht nur ein lebendiger Ort des Glaubens, sondern auch eine beliebte Konzertkirche. Dank ihrer hervorragenden Akustik bietet sie einen eindrucksvollen Rahmen für musikalische Veranstaltungen und kulturelle Begegnungen. Hier gelangen Sie zum Veranstaltungskalender: Kirchenmusik | Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rendsburg
 

 

Ulrike Taege

Die Christkirche ist, wie fast alle Kirchen in Norddeutschland, eine evangelisch-lutherische Kirche. Die durch die Theologie Martin Luthers initiierte reformatorische Bewegung hatte sich hier im Norden in den 1540er Jahren durchgesetzt und führte in der Folge zu erheblichen Umgestaltungen der vorreformatorischen mittelalterlichen Kirchen. Ein besonders naheliegendes Beispiel dafür ist die Marienkirche in der Rendsburger Altstadt. 
Hier erfahren Sie mehr über die Marienkirche und ihre beeindruckende Ausstattung  Kultur- und Erlebnisraum Kirche.

Die Christkirche ist von Anfang an eine Kirche, deren Aufbau und Ausstattung den Grundsätzen der evangelisch-lutherischen Religion entsprechen. Das zeigt sich zum Beispiel im Altarraum. Hier finden sich ein Altar mit Darstellungen des Abendmahls, der Kreuzigung und der Himmelfahrt als bildhaftes Glaubensbekenntnis, die Kanzel zur Verkündigung des Wortes sowie die Taufe zur Aufnahme des Täuflings in die christliche Gemeinschaft dicht beieinander.

Altarraum mit Altartisch

Ulrike Taege

Der Altar ist das liturgische Zentrum einer Kirche. Hier werden Gottesdienste gefeiert und das Abendmahl ausgeteilt. 
Der Altartisch steht frei im Raum nahe bei den Gemeindemitgliedern. Das ist neu. Ursprünglich wurde der Altar genutzt, der sich am östlichen Ende des Altarraumes befindet. Er ist mit einem hohen bebilderten Aufsatz bekrönt.

Dieser Altaraufsatz hat eine wechselvolle Geschichte: Ursprünglich wurde er nicht für die Christkirche, sondern bereits 1662/63 für die Glückstädter Stadtkirche gefertigt. Etwa 30 Jahre später entschieden sich die Glückstädter für einen moderneren Altaraufsatz mit prunkvollen gedrehten Säulen und einem großen gemalten Altarbild, der dort noch heute zu sehen ist. Der ältere Altaraufsatz wurde daraufhin, man könnte heute sagen, zu einem „Dumpingpreis“ an die neu errichtete Christkirche verkauft.

Doch das ist nicht alles: Auf Wunsch des Kirchenverantwortlichen gestalteten Bildschnitzer und Tischlermeister den Altaraufsatz um. Es hieß, die Bilder seien bei der Ankunft in Rendsburg nicht in „billiger Ordnung“ gewesen. Was bedeutet das? 
Der Reformator Martin Luther hatte empfohlen, für Bildtafeln auf Altären folgende Darstellungen zu verwenden: Abendmahl, Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt. Mit diesen biblischen Ereignissen werde alles Wesentliche des christlichen Glaubens ausgedrückt. Der Glückstädter Altar aber zeigte unter anderem das Gebet Jesu im Garten Gethsemane. 
Heute ist im Zentrum des Altaraufsatzes - wie von Luther empfohlen - eine Kreuzigung Jesu dargestellt, direkt über der Szene des letzten Abendmahls.

Über der Kreuzigung ist eine seltene Darstellung zu sehen - die Bewachung des Grabes Jesu (heute: Kopie). Das von Soldaten bewachte Grab verweist auf die begründete Sorge der Römer, der Leichnam Jesu könnte von seinen Anhängern gestohlen werden. Doch was nützte die militärische Gewalt der ungläubigen Römer? Der Sohn Gottes ist von den Toten auferstanden! 

 

Ulrike Taege

Hoch oben auf der Höhe des Tönnengewölbe fällt ein kunstvoll mit Ornamenten eingefasstes Medaillon ins Auge. Es zeigt eine ungewöhnliche Darstellung: Aus dem Saum eines Gewandes ragen nur zwei Füße hervor, während der restliche Teil des Gewandes in einer Wolke verschwindet. Dieses Bild symbolisiert die Himmelfahrt Jesu Christi in einer kompakten Form, die bereits im Mittelalter weit verbreitet war. 
Später stellten Maler und Bildschnitzer Christus oft vollständig und triumphierend dar, wie er in den Himmel auffährt. In Rendsburg wählte man jedoch bewusst diese platzsparendere Variante. Auch die auf der Erde versammelten Begleiter Jesu fehlen in diesem Relief.

Die wechselvolle Geschichte des Altares - der Verkauf, die Umgestaltungen - ist kein Einzelfall. Sie ist eine von zahllosen Geschichten, die von Modernisierungswünschen einerseits und von ressourcensparenden Ausstattungsmaßnahmen aus zweiter Hand andererseits erzählen. 
Die Entscheidung für den “gebrauchten” Altaraufsatz wurde bereits während der Bauzeit der Kirche getroffen, doch die Umarbeitung nahm einige Zeit in Anspruch, so dass der Einweihungsgottesdienst am 15. Juli 1700 natürlich mit Altar, aber ohne dessen prunkvollen Aufsatz gefeiert wurde.

Weiterführende Informationen zur Ausstattung der Kirche bekommen Sie übrigens aus hier Kirchengemeinde_Rendsburg_Die_Christkirche

 

 

Ulrike Taege

Über den Altaraufsatz gibt es noch manche spannende Geschichte zu erzählen. Das Team der Offenen Kirche steht Ihnen jederzeit gerne für Fragen und zum Austausch zur Verfügung. 
Lassen Sie uns an dieser Stelle jedoch einen Schritt zurücktreten und aus der Distanz wieder den Überblick über die reiche Ausstattung des Altarraumes gewinnen. Es gibt noch viel mehr zu entdecken.

Vom liturgischen Zentrum, dem Altar, wenden wir unseren Blick nun zum zweiten Prinzipalstück der Kirche. 
Prinzipalstücke sind Ausstattungsgegenstände, die für die Feier des Gottesdienstes und kirchliche Amtshandlungen unerlässlich sind. Links neben dem alten Altar befindet sich das prächtige Taufbecken. Die Taufe ist das zweite Sakrament in der evangelisch-lutherischen Kirche. Mit ihr wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. 

Nutzen Sie hier die Gelegenheit, mehr über diese bedeutende Tradition zu erfahren: Eine lange Geschichte zum Beginn

Taufdeckel, Detail mit Monogramm und Inschrift

Ulrike Taege

Die Taufe entstand im Jahr 1700. Doch leider war sie zum Einweihungsgottesdienst im Juli noch nicht fertig. Dieser fand demnach in einer noch unvollständig ausgestatteten Kirche statt: Der Altaraufsatz befand sich zur Überarbeitung in einer Werkstatt und auch die Taufe „lag“ sozusagen noch auf der Werkbank.

Offenbar erging es den Bauverantwortlichen damals nicht anders als heute: Sollte die Einweihung verschoben werden, weil einige Dinge noch nicht fertig waren? Nein! Weder der Altaraufsatz noch das Taufbecken waren für die „Aufnahme des Betriebs“ entscheidend, ebenso wenig wie die fehlenden Herren- und Königslogen sowie die Orgel. Wichtiger waren der Altartisch, die Kanzel und das Gestühl für die Gottesdienstbesucher. Das war alles da. Nun konnte es losgehen. 
Um ca. 1720 waren dann alle heute noch erhaltenen Ausstattungstücke des Altarraums fertig- und aufgestellt.

Tragisch ist, dass der Stifter der Taufe, der erste Pastor der Christkirche, Naamannus Jessen, die Aufstellung „seiner“ Taufe nicht mehr erlebte. Er starb noch vor Ende des Jahres 1700. Doch sein Vermächtnis an die Christkirche blieb erhalten, und mit ihm sein Name, der unübersehbar in Gold auf dem Taufdeckel prangt. 
Stiftungen sind gedacht “zur Ehre Gottes und zur Zierde der Kirche”. So ist es häufig auf den alten Werkstücken zu lesen. Sie sind Zeugnisse des persönlichen Glaubens. Doch sie sind auch noch ein bisschen mehr – nämlich Zeugnisse des Repräsentationsbedürfnisses ihrer wohlhabenden Stifter, die ihre Namen im Kirchenraum gut sichtbar platzierten.

Ulrike Taege

Pastor Jessen hat offenbar keine Kosten und Mühen gescheut, als er die Taufe für seine neue Wirkungsstätte in Auftrag gab. Die zweiteilige Taufanlage besteht aus einem Taufbecken in Form eines achtseitigen Pokals. Der Ständer, auf dem das Taufbecken aufliegt, ist üppig mit Voluten aus Akanthusblättern, Blumengirlanden und Puttenköpfen verziert. 

Noch prachtvoller ist der dazugehörige Taufdeckel. Taufdeckel gehören eigentlich zu jeder Taufe, sei sie aus dem Mittelalter oder aus späteren Jahrhunderten. Er ist ein sehr praktisches Zubehör, da er die Verschmutzung des Wassers verhindert. Gleichzeitig wird durch ihn das Taufbecken im Kirchenraum weithin sichtbar und als besonderer Ort ausgezeichnet. Leider sind aus dem Mittelalter und der Renaissance nur sehr wenige Exemplare erhalten. In der Epoche des Barock waren sogenannte Taufkronen beliebt.

Der Bildschnitzer schuf für die Christkirche einen aus Inschriften- und Wappenkartuschen, pflanzlichen Ranken und drolligen kleinen Putti gestaffelten Taufdeckel ganz im Stil der Zeit.
Natürlich darf eine Figur an einem Taufbecken nicht fehlen: Johannes der Täufer. Er ist jener Mann, der Jesus Christus taufte. Mit ihm beginnt die lange bedeutungsvolle Geschichte der Taufe im Christentum. Hier erfahren Sie mehr dazu Eine lange Geschichte zum Beginn. 

Von fern mag die Taufanlage wirken als wäre sie aus Stein gehauen, doch tatsächlich ist sie vollständig aus Holz geschnitzt. Im Barock liebte man steinimitierende Bemalungen. Sandstein mit punktuellen Vergoldungen, vor allem aber weißer und bunter Marmor boten den Augen die gewünschten visuellen Reize und den Eindruck von Kostbarkeit. Da in Norddeutschland aber Haustein und Marmor nur unter großem finanziellen Aufwand zu bekommen waren, professionalisierten sich die Maler in der Steinimitation. 

Blick in den Altarraum, links die Kanzel

Ulrike Taege

Gehen wir noch einmal ein paar Schritte zurück und lassen den Blick durch den Altarraum schweifen. Links, an der nordöstlichen Ecke, dort wo Altarraum und Gemeindesaal aufeinandertreffen, steht ein echtes Herzstück der evangelischen Kirche: die Kanzel.

Seit der Reformation spielt sie eine zentrale Rolle im Gottesdienst. Als Schleswig-Holstein 1542 evangelisch wurde, rückten Predigt und Bibellesungen stärker in den Mittelpunkt. Das Wort Gottes sollte von allen Menschen in der Kirche gut gehört und verstanden werden können. Deshalb wurde die Kanzel besonders wichtig. Von hier aus sprach der Pastor zur Gemeinde und legte die biblischen Texte aus.

Kanzeln gab es zwar schon im Mittelalter, doch in evangelischen Kirchen entwickelten sich ein großer Variantenreichtum. Tischler und Bildschnitzer griffen auf alte Handwerkstraditionen zurück und schufen immer neue, oft beeindruckende Werkstücke.
Auch die Kanzel der Christkirche erzählt von dieser Kreativität. Sie steht ganz in der Tradition des Barock. 

In der Christkirche fällt ein besonderes Detail ins Auge: Hinter der Kanzel breitet sich an der Wand ein prächtiger, im Stil barocker Illusionsmalerei gemalter Vorhang aus.
Warum dieser Aufwand? Ganz einfach: Der Ort, an dem das Wort Gottes verkündet wird, sollte besonders hervorgehoben werden. Im Barock liebte man solche eindrucksvollen Inszenierungen.

Kanzelkorb und Kanzelaufgang mit Figurenreihe.

Ulrike Taege

Die Kanzel der Christkirche wurde bereits 1696 hergestellt. Auftraggeber und Finanzier war der dänische König. Wir wissen leider nicht, wieweit der König an der Gestaltung der Kanzel beteiligt war.
Die Kanzel folgt einem damals weit verbreiteten Typus: Sie besteht aus einem sechsseitigen Kanzelkorb mit geschwungenem Unterhang. Dieser wird von einer Trägerfigur abgestützt. Über dem Kanzelkorb ragt ein ebenfalls sechsseitiger Schalldeckel in den Kirchenraum hinein. Doch das ist noch nicht alles, schließlich muss der Pastor auch auf den Kanzelkorb hinaufgelangen. Dafür nutzte er eine Treppe, die über ein Portal zugänglich ist. Alle diese Teile sind reich verziert. 

Die dekorativen Element ähneln denen an Taufbecken und Taufdeckel: Akanthusranken und Putti. Sie sind in der Epoche des Barock sehr weitverbreitet.
Der Akanthus, eigentlich eine krautige Pflanze aus der Mittelmeerregion, ist bereits seit der Antike ein beliebtes Ornament. Ende des 17. Jahrhunderts hatte er seine “Blütezeit”, wie wir auch in der Christkirche beobachten können: Taufe, Kanzel, Tonnengewölbe, überall begegnen wir den dekorativen gefiederten Blättern.
Putti (Einzahl: Putto) sind kleine geflügelte Kindergestalten, die ebenfalls eine lange Tradition in der Kunst haben. Putti können allegorische Bedeutungen haben, oft sind sie jedoch dekoratives Beiwerk und einfach niedlich anzuschauen. Sie können ganzfigurig oder nur als Köpfe dargestellt sein.

Figur des Apostels Thomas am Kanzelaufgang.

Ulrike Taege

Ornamente sind in früheren Epochen aus der Kunst nicht wegzudenken. Sie wurden jahrhundertelang in allen Kunstgattungen verwendet. Ihre Gestaltung füllte ganze Bände von Vorlagenbüchern für Architekten und Kunsthandwerker. Heute sind sie verlässliche Hilfsmittel bei der Datierung von Kunstwerken und Werkstücken.

Ornamente können aus der Natur oder der Architektur entlehnt sein. Sie bilden Rahmen, füllen Lücken, denn eines ist sicher: Leerräume, leere Flächen wurden nicht geschätzt. Das ist heute anders und wir sind begeistert, aber vielleicht auch manchmal überfordert von der Formfülle historischer Werkstücke. 

Die Kanzel der Christkirche zeigt eine Fülle an ornamentalen Details. Diese gliedern und begleiten das Bildprogramm, das direkten Bezug auf die Funktion der Kanzel nimmt: Um den Kanzelkorb herum, entlang der Kanzeltreppe und auf dem Türblatt des Kanzelportals reihen sich, eingestellt in Rundbogennischen, die zwölf Apostel. 
Die Apostel gehörten zu den Begleitern des Wanderpredigers Jesu und waren Zeugen seines dramatischen Lebens- und Leidensweges. Sie trugen nach dem Tod Jesu das Christentum in die Welt. Was liegt da näher, als sie zu Begleitfiguren an einer Kanzel zu machen – jenem Ort, an dem das Wort Gottes verkündet wird?

Auf dem Foto ist der Apostel Thomas zu sehen. Vielen ist er als der „Zweifler“ bekannt, weil er die Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben wollte. Als einzige Figur scheint Thomas die Treppe zur Kanzel hinaufzusteigen. Sein Weg führt symbolisch nach oben, zum triumphierenden Christus auf dem Schalldeckel. Fast wirkt es so, als würde er sich Schritt für Schritt von seinen Zweifeln zur Gewissheit bewegen. Auch sein Heiligenschein fällt auf: Er liegt wie eine flache Scheibe auf seiner Kopfbedeckung. 

Ehemaliger Beichtstuhl mit Kanzelportal, zusammengestellt 1817

Ulrike Taege

Direkt neben dem Aufgang zur Kanzel steht ein besonderes Stück Kirchengeschichte: der ehemalige Beichtstuhl. Er entstand Anfang des 18. Jahrhunderts. Mit dem in Gold gemalten Rankenwerk und Girlanden fügt er sich harmonisch in den Altarraum ein. Wer genauer hinschaut, entdeckt im unteren Teil kleine Medaillons mit verschlungenen Initialen. 
Die heutige Aufstellung ist das Resultat der Umbaumaßnahmen von 1817. Vorher stand der Beichtstuhl weiter im Osten.

Der Beichtstuhl erzählt viel über das Leben der Menschen früherer Jahrhunderte. Während die Beichte heute ein freiwilliges und vertrauliches Gespräch mit der Pastor*in ist, sah das früher ganz anders aus. Damals gehörte die jährliche Beichte fest zum Gemeindeleben und war alles andere als privat.
Die ersten Beichtstühle waren sogar offen gestaltet. Wer zur Beichte ging, tat dies vor den Augen der wartenden Gemeinde. Erst im 18. Jahrhundert entstanden geschlossene Beichtstühle, die mehr Privatsphäre ermöglichten. Nicht zuletzt dürften sich wohl die wohlhabenden und einflussreichen Mitglieder der Gemeinde darüber gefreut haben, ihre Verfehlungen nicht vor aller Welt bekennen zu müssen.

Heute lädt der Beichtstuhl dazu ein, einen Moment stehen zu bleiben und sich vorzustellen, welche Geschichten sich hier abgespielt haben mögen. Er ist ein stiller Zeuge einer Zeit, in der Glaube, Alltag und Gemeinschaft sehr viel enger miteinander verbunden waren als wir es heute kennen. Das hatte sicher Vor- und Nachteile!

In einem Aufsatz über Beichtstühle in evangelischen Kirchen erfahren Sie mehr über den Ablauf einer evangelischen Beichte und lernen weitere Beispiele kennen https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2012/4/kuehlung-fuer-das-brennende-herz.php 
Die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz verantwortete Website www.monumente-online.de ist eine große Fundgrube für Themen rund um den Denkmalschutz.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat übrigens auch die Sanierung des Dachstuhls der Christkirche gefördert. Hier gelangen Sie zum Artikel Deutsche Stiftung Denkmalschutz - DSD fördert die Christkirche in Rendsburg

Kopf des Moses, Trägerfgur der Kanzel.

Ulrike Taege

Die zwölf Apostel sind nicht die einzigen Skulpturen an der Kanzel, die wir als biblische Figuren identifizieren können. 
Der Kanzelkorb wird von einer großen männlichen Figur getragen. Ihm sind seitlich zwei große Steintafeln zugeordnet, die mit goldenen römischen Ziffern beschrieben sind. Von I für die 1 bis X für die 10 verweisen sie auf die zehn Gebote, die Gott auf dem Berg Sinai an Moses überreicht hat. Moses und die zehn Gebote werden hier sozusagen als die Grundlage, als das tragende Gerüst des christlichen Glaubens veranschaulicht. 

Die Ausbreitung der reformatorischen Theologie im 16. Jahrhundert wurde maßgeblich durch Bilder vorangetrieben. Bilder, die die neue Theologie veranschaulichten und als Lehrmaterial dienten. Zu den bekanntesten Lehrbildern gehörte das von Lukas Cranach dem Älteren entwickelte Motiv Gesetz und Gnade. Hier wurden die dem Gesetz folgende Theologie des Alten Testaments und die Theologie des Christentums (Neues Testament) einander gegenübergestellt. Das Neue Testament wurde als “Erfüllung” des Alten Testaments angesehen. In dem Sinne "dient" Moses als Trägerfigur unter der barocken Kanzel der christlichen Botschaft.

Die Figur des Moses übernimmt bei der Kanzel Funktion eines Atlanten. Abgeleitet von der mythologischen Figur des Atlas, der die Welt auf seinen Schultern trägt, sind Atlanten tragende Teile in der antiken Architektur in menschlicher Gestalt. 
Trägerfiguren kommen außer in der Architektur und an Kanzeln häufig auch an Taufbecken und Standleuchtern vor. Ihre Funktion im Bildprogramm oszilliert zwischen „tragend“ und „überwunden“. Nur der Kontext, in dem wir sie betrachten, entscheidet, auf welche Seite sie gehören.

Lateinische Inschrift auf dem Sockel der Trägerfigur der Kanzel.

Ulrike Taege

Die Kanzel entpuppt sich als eines der vielschichtigsten Ausstattungsstücke der Kirche. Sie hält zahlreiche Details bereit, die uns in die Vergangenheit „entführen“. Wir bleiben also noch ein bisschen vor ihr stehen, gehen an ihr entlang und lassen den Blick schweifen. Und da wir schon bei der Mosesfigur sind, lassen wir den Blick ganz hinuntergleiten bis zu seinen Füßen und dem Sockel, auf dem sie steht. Denn dort finden wir auf der Vorderseite ein bemerkenswertes Detail – eine lateinische Inschrift: Hans Pahl fecit. Anno 1696. - Hans Pahl hat dies gemacht. Im Jahr 1696.

Seit dem 16. Jahrhundert begegnen wir auf kirchlichen Ausstattungsstücken zunehmend nicht nur Inschriften, die deutlich sichtbar die Stifter nennen, sondern auch die ausführenden Handwerker. In diesem Fall ist es der Rendsburger Werkstattleiter Hans Pahl, der 1696 im Auftrag des dänischen Königs die Kanzel herstellte. Es muss offenbleiben, ob in der Werkstatt des Hans Pahl alle an der Kanzelherstellung beteiligten Gewerke – Bildschnitzer, Tischler, Fassmaler – zusammengefasst waren, oder ob er Unteraufträge vergab, aber wir können sagen: Er trug die Verantwortung für den Auftrag und konnte damit auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für sich beanspruchen.

Doch ebenso wie bei den Stiftungen und Stiftern verfolgten die Inschriften der Handwerker und Künstler nicht nur ein repräsentatives Ziel, sondern waren auch auf die Ewigkeit gerichtet: Mit dem Gedenken an Hans Pahl sollte im Idealfall ein Gebet verbunden sein. Anders konnte man es sich jahrhundertelang einfach nicht vorstellen.

 

Fratze am Kanzelkorb

Ulrike Taege

Und noch immer hat die Kanzel nicht all ihre “Geheimnisse” preisgegeben. Da fehlt noch etwas: Bisher haben wir bei der Ornamentik vor allem die Pflanzenranken in den Blick genommen, doch ein wichtiges und sehr skurriles Element haben wir ausgelassen: die Fratzen. Von weitem sind sie kaum zu sehen, doch wenn wir uns dem Kanzelkorb nähern und von unten hinaufblicken, springen sie uns geradezu ins Auge: Eingewoben in das Gespinst der Akanthusranken treten deutlich menschenähnliche Gesichter hervor: Ihre Münder sind geöffnet, einige strecken die Zunge weit heraus. Ihr Blick ist grimmig in die Ferne gerichtet. Sie scheinen aus den Blättern herauszuwachsen, doch gleichzeitig ist die lange Ranke, die sie trägt, wie ein volutenförmiger Schlangenkörper gestaltet.

Was hat es mit diesen gruseligen Gesichtern auf sich – in einer Kirche? Wer sind sie? Sollen sie abschrecken? Verhöhnen? Und wenn ja, wen?

Die Antworten führen weit zurück in die Vergangenheit. Denn diese Fratzen stehen in einer langen Tradition, die bis in die Antike reicht. Ihre genaue Herkunft lässt sich heute kaum noch eindeutig bestimmen. Über Jahrhunderte wurden Motive verändert, neu interpretiert und mit anderen Vorstellungen vermischt. Man denkt an die wilden Männer des Mittelalters, an geheimnisvolle Naturwesen, an Monster, Fabelgestalten und Wasserspeier, die Kirchen und Bauwerke bevölkerten.

Besonders in Renaissance und Barock entdeckten Künstler ihre Freude an solchen fantastischen Figuren neu. Inspiriert von antiken Vorbildern schufen sie fantasievolle Mischwesen und spielten mit Formen aus Natur und Mythologie. Die Grenze zwischen Pflanze, Mensch und Tier wurde dabei bewusst verwischt.

Ob die Fratzen an dieser Kanzel das Böse fernhalten sollten, obwohl Christus als Erlöser über der Kanzel thront, ob sie für bereits überwundene dunkle Mächte stehen oder einfach Ausdruck barocker Kreativität sind, bleibt offen. Gerade das macht ihren Reiz aus. Sicher ist jedoch: Der Bildschnitzer beherrschte die Formensprache seiner Zeit meisterhaft.

Blick auf die Kanzel und die Königsloge.

Ulrike Taege

Auf der gegenüberliegenden Seite, unmittelbar neben dem Altar und direkt gegenüber der Kanzel, erstreckt sich über die gesamte Länge des Kreuzarmes die Königsloge mit den darunter befindlichen Herrenstühlen. Sie trägt das Wappen des dänischen Königs Frederik IV. und seiner Ehefrau Luise von Mecklenburg-Güstrow und erinnert daran, dass die Kirche eng mit der dänischen Krone sowie der Entwicklung Rendsburgs zur Festungsstadt verbunden war.

Als König Christian V. Ende des 17. Jahrhunderts den Bau der Christkirche veranlasste, sollte sie gleich mehrere Aufgaben erfüllen. Sie war nicht nur Pfarrkirche für die Bewohner des Stadtteils Neuwerk, sondern zugleich Garnisonskirche für die Soldaten der Festung. In diesem Zusammenhang entstand auch die prächtig ausgestattete Königsloge, die ausschließlich der königlichen Familie vorbehalten war. 

Unter der Königsloge sind drei weitere Gestühle zu sehen, die anhand ihrer Wappen folgenden Personen und Funktionen zugeordnet werden können: Amtmann, Festungskommandant und Generalsuperintendent. Mit den kunstvollen Ornamenten und den Wappen ihrer Besitzer machten die Logen und Gestühle auf den ersten Blick deutlich, wer hier Platz nehmen durfte. Zugleich waren sie mehr als repräsentative Sitzplätze: Die Logen symbolisierten die enge Verbindung von Krone, Kirche und Militär, die das Leben in der Festungsstadt über lange Zeit prägte.
 

Bleiverglasung mit mundgeblasenen Glasscheiben an der unteren Loge im Altarraum.

Ulrike Taege

Ein echtes Highlight in der Christkirche sind die Verglasungen der Logen. Sowohl der ehemalige Beichtstuhl als auch die Königs- und die Herrenlogen verfügen noch heute über die alte Bleiverglasung. 
Auf den ersten Blick gut zu erkennen sind die mit der Hand bearbeiteten Bleiruten. Sie bilden das stabilisierende Gerüst des gesamten Fensters, in dem sie in jeweils einer Nut eine Glasscheibe aufnehmen. 
Blei ist ein giftiges Schwermetall, doch in der Glasherstellung äußerst praktisch, da es weich und leicht verformbar ist. Es bietet den spröden Glasscheiben einen flexiblen Rahmen, in dem sie bei Erschütterungen in gewissem Maße schwingen können. Diese Eigenschaft ist vor allem bei großen Kirchenglasfenstern von Vorteil.

Aber nicht nur dort. Auch in den Logen der Christkirche dämpft das Bleirutennetz Erschütterungen und schützt so die dünnen mundgeblasenen Scheiben. Welche Erschütterungen sind gemeint? Die Fensterelemente der Logen können geöffnet werden. Zu diesem Zweck werden sie in der unteren Brüstung versenkt. Bei geöffnetem Fenster konnten nun auch der König, der Amtmann und der Generalsuperintendent sozusagen ungehindert am Gottesdienst teilnehmen. 
Die mundgeblasenen Scheiben sind nicht klar durchsichtig, wie wir es heute gewohnt sind. Sie sind leicht getönt und mit technisch bedingten Schlieren und Luftbläschen durchsetzt. Die jeweils andere Seite der Scheibe war demnach wohl eher erahnbar als deutlich sichtbar. Aber wer weiß, vielleicht war auch genau das gewollt …

Über Glasmalereien in Kirchen erfahren Sie hier mehr: Kunst_Geschichte_Kirche_IM_BLICK_Licht und Farbe 
In die traditionelle Technik der Bleiverglasung und ihre moderne Anwendung können Sie hier tiefer einsteigen: Technik und Struktur in der Glasmalerei | St. Marien zu Lübeck

Fenstergitter in der Tür zur Gruft des Festungskommandanten Andreas von Fuchs

Ulrike Taege

An der Nordwand des Altarraumes befindet sich die Gruft des Festungskommandanten Andreas von Fuchs und seiner Familie. Von Fuchs gehörte bis 1701 als Festungskommandant zur militärischen Führung der strategisch bedeutenden dänischen Festung Rendsburg. Anschließend übernahm er das Amt des Amtmannes. Er starb 1720 und wurde in der Kirche beigesetzt. Das Privileg, im Kirchenraum und insbesondere im Altarraum beigesetzt zu werden, war kirchlichen, gemeindlichen und in diesem Fall auch militärischen Würdenträgern vorbehalten.

Über der Gruft erinnert ein eindrucksvolles, farbig gefasstes Holzepitaph an den Verstorbenen. Es entstand vermutlich unter dem Einfluss des bedeutenden Bildhauers Thomas Quellinus und zeigt von Fuchs, umgeben von Waffen, Kriegstrophäen und weiteren militärischen Symbolen. Dieses Epitaph ist mehr als ein persönliches Erinnerungsbild: Es vermittelt das Selbstverständnis eines Mannes, dessen Ansehen auf seinen militärischen Leistungen und seiner Stellung im dänischen Staatsdienst beruhte. Zusammen mit der Gruft bildet das Epitaph ein bemerkenswertes Zeugnis barocker Erinnerungskultur.

Wenn Sie zwischen dem Gitterwerk hindurch einen Blick in die Gruft hineinwerfen, werden Sie fünf Särge entdecken. Das ist einer mehr als es Familienangehörige von Fuchs gab - und nur die hatten das Recht in der Gruft beigesetzt zu werden. Wer sich dort “eingeschlichen” hat, ist Gegenstand einer berührende Geschichte, die Ihnen die Mitarbeitenden des Teams Offene Kirche gern erzählen werden.

 

 

Blick in den Westen auf die Orgelempore.

Ulrike Taege

Unser Rundgang durch die Christkirche ist nun fast beendet. Der Blick wendet sich vom Altarraum in den Gemeinderaum und zum Eingang zurück. Vieles haben wir in den Blick genommen, dafür bleibt anderes an dieser Stelle unbeachtet. Bei einem Besuch vor Ort werden Sie die Mitarbeitenden vom Team Offene Kirche auf weitere sehens- und bemerkenswerte Details aufmerksam machen und Wissenswertes dazu erzählen können.

Einen kleinen Einblick erhalten Sie schon hier. Auf der Website der Kirchengemeinde werden weitere Ausstattungsstücke der Christkirche vorgestellt: Der Innenraum der Christkirche | Ev.-Luth. Kirchengemeinde Rendsburg

Orgel von Arp Schnittger, 1716 erbaut, 1973 erweitert.

Ulrike Taege

Zum Schluss fordert noch ein wichtiges Ausstattungsstück unsere Aufmerksamkeit: die von dem berühmten Orgelbaumeister Arp Schnittger erbaute, 1716 eingeweihte Orgel. Sie wurde von Mitgliedern der Kirchengemeinde finanziert.

Die Orgel wurde zuletzt 1973 erweitert. Heute umfasst sie über 4000 Pfeifen und 51 Register. Das Orgelprospekt ist original erhalten und fügt sich mit seinen Akanthusornamenten sowie den großen, beidseitigen Anschwüngen farblich und formal nahezu perfekt in den Kirchenraum ein. 
Die Orgel steht auf der eigens für sie gebauten Orgelempore im Westen der Kirche und liegt damit dem Altarraum direkt gegenüber. Ihr Klang verbindet Wort und Musik: Sie begleitet Choräle, eröffnet und beschließt den Gottesdienst und schafft Raum für Besinnung und Andacht. 
Die Orgel ist weit mehr als ein Musikinstrument. Sie verleiht der Gemeinde eine gemeinsame Stimme und macht den Kirchenraum zu einem Ort des klingenden Glaubens. Die in Goldfarbe geschriebenen Texte aus den Psalmen auf der Brüstung der Orgelempore unterstreichen diesen Zusammenhang eindrucksvoll.

 

Ulrike Taege

Nun sind wir nach unserem Rundgang wieder an der Kirchentür angekommen.  
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, in die Geschichte und die Geschichten der Christkirche einzutauchen. Wir konnten vieles nur kurz streifen, und dennoch ist es ein langer Rundgang geworden. Vielleicht haben wir Ihr Interesse geweckt. Dann kommen Sie doch in den hellen und warmen Monaten vorbei und machen sich Ihr eigenes Bild auf Ihrer Entdeckungsreise durch die Kirche. 

Figur eines Apostels als der Kanzel.

Ulrike Taege