Maria-Magdalenen-Kirche, Südseite
(c) JPBad Bramstedt liegt verkehrsgünstig an der B206 zwischen Bad Segeberg und Itzehoe. Von Lübeck aus gesehen befindet sich die Stadt auf der anderen Seite der A7. Allerdings gab es in der Vergangenheit günstigere Verkehrslagen für die Stadt: Im Mittelalter führte das Wegesystem des Ochsenwegs vom dänischen Viborg bis nach Wedel durch die Region. Bad Bramstedt entwickelte sich dabei zu einem wichtigen Rastplatz für Viehtreiber, Händler und Pilger - mit der Maria-Magdalenen-Kirche mittendrinn!
Darstellung des Abendmahls, Detail aus dem Flügelretabel
(c) Jutta PetriBesonders für Fahrradfahrer*innen ist der Ort heute ideal gelegen: Der Mönchsweg, ein Radpilgerweg, der Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen verbindet, führt direkt an der Maria-Magdalenen-Kirche im Stadtzentrum vorbei. Das ist ein guter Anlass, um mitten im Alltag eine Pause einzulegen und die Kirche zu besuchen.
Hier finden Sie eine Erkundung der Maria-Magdalenen-Kirche mit ihrer beeindruckenden Ausstattung zum Download. Die Präsentation ist für die Nutzung auf Ihrem Smartphone und Tablet geeignet. Hier finden Sie eine Präsentation in höherer Auflösung zur Nutzung an einem größeren Bildschirm.
Ein besonderer Genuss: Sie können sich die Präsentation (PDF) auch vorlesen lassen. Prüfen Sie Ihre PDF-App (PC, Smartphone,Tablet) auf eine entsprechende Vorlesefunktion.
Rechter Seitenflügel des Flügelretabels
(c) Jutta PetriKirchenräume sind zwar keine lebendigen Wesen, doch sie unterliegen wie Lebewesen beständigen Wandlungen, geprägt durch die Gemeinden, die in ihnen leben. Im Lauf der Jahrhunderte verändern sie ihr Gesicht immer wieder.
Ein besonders eindrucksvolles Zeugnis solcher Veränderungen ist der Altaraufsatz der Maria-Magdalenen-Kirche. Er gilt als das bedeutendste Kunstwerk der Kirche – eine meisterhafte Handwerksarbeit, die seit ihrer Entstehung geschätzt und bewundert wird.
Kommen Sie mit auf Entdeckungstour!
Figur der Maria Magdalena
(c) Jutta PetriMaria Magdalena war im Mittelalter und darüber hinaus eine überaus populäre biblische Figur und fand breite Verehrung. Die Maria-Magdalenen-Kirche in Bad Bramstedt gehört zu den zahlreichen mittelalterlichen Kirchen, die dieser bedeutenden Heiligen geweiht wurden.
Im katholischen Kirchenjahr ist der 22. Juli dem Festtag der Heiligen Maria Magdalena gewidmet. Bis weit ins 17. Jahrhundert feierte die mittlerweile zum evangelisch-lutherischen Bekenntnis übergetretene Bevölkerung von Bramstedt diesen Tag mit großer Hingabe – sehr zum Leidwesen des Pastors.
Heute erinnert diese anmutige Holzskulptur der Heiligen vom Beginn des 16. Jahrhunderts an die große Verehrung.
Malereien an der Südempore
(c) Jutta PetriIm 17. und 18. Jahrhundert entstanden die umlaufenden Emporen, die den Kirchenraum bis heute prägen. Sie boten den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern reichlich Platz.
In der Maria-Magdalenen-Kirche ist die Emporenbrüstung mit einem Bilderfries geschmückt. Dieser erzählt Geschichten aus dem Leben Jesu, präsentiert in der damaligen Bildsprache. Während der oft lang andauernden Predigten begleiteten diese Bilder die Gläubigen, indem sie das Leben Jesu anschaulich und „begreifbar“ machten.
Doch es wurden auf den Emporenbrüstungen nicht nur Bibelgeschichten dargestellt. Lassen Sie sich von einer Palme, einem Brennglas und einem Kompass faszinieren.
Trägerfigur des Taufbeckens
(c) Jutta Petri